الاسم: علاء الأسوانى
البلد: مصر
التصنيفات : خاصة,سياسة وأخبار,ثقافة وفن,أدب وكتب
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نوفمبر 11th, 2009 كتبها علاء الأسوانى نشر في , Imarat Yaqoubian,
يوليو 11th, 2009 كتبها علاء الأسوانى نشر في , Imarat Yaqoubian,
Auf jeder Etage eine Überraschung
Dieser im arabischen Sprachraum überaus erfolgreiche Roman mit zahlreichen Neuauflagen verführt geradewegs dazu, weniger von seinem Inhalt als von den Begleitumständen seiner Veröffentlichung und Rezeption zu berichten. Hierfür gibt es gleich mehrere Gründe, zu den wichtigsten zählt sicherlich die Tatsache, dass der ägyptische Autor Alaa al-Aswani weder das Reizthema »islamischer Fundamentalismus« noch solche, in seiner Heimat tabuisierte Themen wie Homosexualität und Korruption ausspart. Und trotz des Umstands, dass sowohl der Verlag als auch der Autor auf den fiktiven Hintergrund verwiesen, wurde Der Jakubijân-Bau vielfach als Schlüsselroman interpretiert. Und spätestens seit der Verfilmung des Buches fühlen sich die Bewohner des Gebäudes in der berühmten Kairoer Prachtstraße Taalat Harb unwohl, da in den Figuren die Vorbildcharaktere erkennbar und aus deren Sicht wenig schmeichelhaft gezeichnet waren. Dabei hat der Autor Jahre lang selbst in diesem Haus gearbeitet. Alaa al-Aswani, der im Mai dieses Jahres erst fünfzig Jahre alt wird, hat die dreißig Jahre bestehende Anwaltspraxis seines Vaters nach dessen Tod in eine Zahnarztpraxis umgewandelt, um seiner eigentlichen Profession nachgehen zu können. In Ägypten, sagt er, können bestenfalls Autoren wie Nagib Machfus oder Gamal al-Ghitani von der Schriftstellerei leben. Ihm sei das - trotz der vielen Auflagen, die Der Jakubijân-Bau in Ägypten erreichte - nicht möglich und der Betrag, den er beispielsweise von seinem us-amerikanischen Verleger erhalten habe, deckte gerade mal den Bedarf an Kaffee und Zigaretten während der Arbeit an dem Roman. Doch zurück zu den Bewohnern des Jakubijân-Baus, was sind dies für Menschen? Welchen Charakteren begegnet der Leser?
Das Gerüst des Jakubijân-Baus besteht aus lose verknüpften Handlungssträngen. Von den frühen 90er Jahren bis zum Ausbruch des Ersten Golfkrieges erstreckt sich der zeitliche Rahmen, in dem der Leser die Bekanntschaft mit den unterschiedlichsten Figuren macht, nicht wenigen unter ihnen wird zurecht Symbolcharakter unterstellt. Neben dem alternden aristokratischen Schürzenjäger Saki Bey al-Dassûki, mit dem der Leser Ausflüge ins alte, europäisch geprägte Kairo unternimmt, steht u.a. der jugendliche Taha al-Schâsli, dessen innigster Wunsch es ist, Polizist zu werden. Trotz hervorragender schulischer Leistungen wird dieser jedoch wegen seiner sozialen Herkunft abgelehnt. Es ist eine von vielen Ungerechtigkeiten, die der Autor glaubhaft in seinem gesellschaftlichen Mosaik aufzeigt und für Taha, den Sohn des Türstehers des Jakubijân-Baus, der ausschlaggebende Anstoß, sich in seiner Verbitterung islamischen Fundamentalisten zuzuwenden. Allerdings tragen zu seiner Entscheidung auch andere Gründe bei. Buthaina, die Verlobte des ehrgeizigen jungen Mannes entfremdet sich ihm zusehends. Die junge Frau, die nach dem Tod ihres Vaters für ihre Geschwister mitsorgen muss, verliert mehrfach ihre Anstellung, weil sie sich der Zudringlichkeiten ihrer Chefs erwehrt. Gleichzeitig empfindet sie die körperliche Veränderung als eine Bereicherung. Sie entdeckt, dass sie »einen schönen, erregenden Körper« besitzt, »dass ihre großen honigfarbenen Augen, ihre vollen Lippen, ihre kräftige Brust und ihr wohl gerundeter Hintern mit seinen wippenden Backen, dass all dies wichtige Accessoires im Umgang mit anderen Menschen« sind und sie beginnt »unterhaltsame Tests durchzuführen«. Dies is










